Das Versorgungskonzept im Modellvorhaben Genomsequenzierung orientiert sich an Maßnahmen des „Nationalen Aktionsplans für Menschen mit Seltenen Erkrankungen“, welche die medizinische Versorgung für Patienten und Patientinnen, bei denen der Verdacht auf eine seltene Erkrankung vorliegt, verbessern soll. Die Zeit bis zur Feststellung einer sicheren Diagnose soll spürbar verkürzt und die Therapie schneller und zielgerichteter erfolgen. Hierfür wurde der unten dargestellte Versorgungspfad ausgearbeitet.
Prüfung Teilnahmeeignung
Aufnahme in das Modellvorhaben
Interdisziplinäre Fallkonferenz ZSE-Board – Entscheidung zur Diagnostik
Zusammensetzung ZSE Board: Humangenetik, ärztliche Vertretung des lokalen ZSE, fallbezogen fakultativ weitere betreuende klinische und diagnostische Fachgebiete. ZSE-Board berät und entscheidet, ob molekulargenetische Diagnostik einen klinisch relevanten
Mehrwert verspricht.
Genomsequenzierung und bioinformatorische Auswertung
Interdisziplinäre Fallkonferenz ZSE-Board – klinisch-wissenschaftliche Auswertung und Therapieempfehlung
Wiedervorstellung und Re-Evaluation
Wiedervorstellung nach klinischer Erforderlichkeit in regelmäßigen Abständen oder wenn sich bei VUS relevante Erkenntnisse aus Re-Evaluation oder einem sonstigen medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnisprozess ergeben.
Dokumentation und Datenübermittlung
Übermittlung der klinischen Daten an einen klinischen Datenknoten sowie die Genomdaten an ein Genomrechenzentrum gemäß den Vorgaben der MVGenom-Verordnung.