Das Netzwerk

Aktuell bilden 27 Universitätsklinika das Netzwerk Seltene Erkrankung im Modellvorhaben Genomsequenzierung. In einem eigenen Zulassungsverfahren wurde vom GKV-Spitzenverband (zentrale Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland) geprüft, welche Krankenhäuser über die notwendigen personellen und technischen Voraussetzungen verfügen, um diese komplexe Leistung in einem qualitätsgesicherten Prozess erbringen zu können. Die Bündelung der gewonnenen klinischen und genomischen Daten in einer Dateninfrastruktur hilft bei der Behandlung, aber auch dabei, gezielte Therapiemöglichkeiten durch Versorgungsforschung entwickeln zu können. Das Modellvorhabens ermöglicht damit eine innovative Versorgung von Menschen mit einer Seltenen Erkrankung.

Das Netzwerkverfolgt gemeinsam folgende Ziele:

Die im Rah­men des MV64e erhobenen klinischen und genomischen Daten werden für die gemeinsame Nut­zung in Versorgung und Forschung im Sinne der Rechtsverordnung zur Verfügung gestellt. Da­zu betreibt das Netz­werk eine gemeinsa­me Datenplattform. Neben dem Kerndatensatz des MV64e, können hier weitergehende Daten zu Patientinnen und Patienten der Leistungserbringer erhoben und analysiert werden.

Trotz modernster Diagnostik kann nicht bei allen Patientinnen und Patienten unmittelbar eine genetische Ursache identifiziert werden. Besonders komplexe oder bislang ungeklärte Fälle werden deshalb in standortübergreifenden, multizentrischen Fallkonferenzen diskutiert.

Hier arbeiten Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen zusammen, bewerten neue genetische Erkenntnisse und leiten bei Bedarf weitere Untersuchungen oder Forschungskooperationen ein.

Der enge Austausch innerhalb des Netzwerks verbessert insbesondere die Diagnostik ultraseltener Erkrankungen und erleichtert den Zugang zu spezialisierten Therapien, klinischen Studien und Forschungsprojekten.

Die Or­ga­ni­sa­ti­on jähr­li­cher Ring­ver­su­che, dienen der Qua­li­täts­si­che­rung hinsichtlich

  • der tech­ni­schen Durch­führung
  • der Aus­wer­tung der Ge­nom­sequenzierung
  • der Pa­ti­en­ten­versorgung.

Das Netzwerk-MV64e bie­tet die Mög­lich­keit zur Nutzung der erhobenen klinischen und genomischen Daten Daten für die medizinische Forschung.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Netzwerks SE im Modellvorhaben § 64e